Buch: Regina Mars – Diverse Bücher (März 2015 – Februar 2017)

Veröffentlicht: 29. Juni 2017 in Bücher
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Regina Mars

 

Regina Mars schreibt sehr schöne, allerdings verhältnismäßig seichte Bücher. Ab und an braucht man aber mal eine Geschichte mit einem schönen Happy End und wo man sich einfach gehen lassen kann. Bücher, die man gar nicht wegpacken möchte, weil man wissen will, wie die Geschichte, die sich auch im Haus nebenan abspielen könnte, zu Ende geht und an dieser Stelle ist im Gay Romance Bereich kaum etwas besseres zu finden als Regina Mars. Ich möchte betonen, auch wenn man den ersten Satz als Kritik verstehen könnte, genau das ist es, was ich an den Büchern von Frau Mars schätze. Es macht Spaß zu sehen, wie die meist sehr unterschiedlichen Charaktere zusammenwachsen und sich dann doch ihrer Gefühle nicht mehr erwehren können. Es sind Bücher zum Entspannen z.B. im Urlaub auf der Sonnenliege. Man verstehe mich bitte nicht falsch, mit seicht ist lediglich gemeint, dass man keine besonders anstrengenden Umschreibungen und extrem ausführlich beschriebene Bilder findet. Sexuelle Handlungen sind durchaus vorhanden, aber ihnen wird eher ein beiläufiger Stellenwert eingeräumt, so dass man die Bücher als schwuler Jugendlicher bequem ab 16 lesen kann. Wir sind ja nicht realitätsfern und denken, dass Jungs in dem Alter nicht an Sex denken oder gar keinen Sex hätten. Da die Bücher mich so gefesselt haben, habe ich folgende Bücher, die ich gern kurz vorstellen mag, auch in einem Zug durchgelesen. Pro ein Tag ein Buch kann man quasi sagen. Allerdings bin ich generell ein ziemlich fixer Leser. Gemeinhin möchte ich aber noch anmerken, dass ich zwei sehr merkwürdige Kritikpunkte gelesen habe zu den Büchern von Regina Mars. Zum einen wäre da, dass manchen Lesern das Cover nicht gefallen hat und man deswegen das Buch gar nicht erst in die Hand genommen hat und es sogar schlecht bewertet hat. Da frag ich mich, wie man ein Buch nach seinem Einband bewerten kann und sich dann sogar hinsetzt und eine schlechte Bewertung für das Buch verfasst, ohne den Inhalt überhaupt gelesen zu haben. Die zweite Geschichte betrifft den Preis, Regina Mars ist eine Selfpublisherin, die es sich dementsprechend auch leisten kann, Bücher günstiger anzubieten. Der Preis sagt absolut nichts zum Inhalt aus.

No Way (März 2015)

Eigentlich will Pierre sich nur an Boris rächen, weil er eine Prügelei mit dem riesigen Torwart verloren hat. Das geht schief. Er findet sich plötzlich als Boris´ Nachhilfelehrer wieder und gerät immer mehr in den Sog seiner nachtblauen Augen … Küss ihn!, flüsterte eine Stimme in Pierres Kopf. Er verharrte, konnte sich nicht von Boris losreißen, der ihn verwirrt ansah. Na los, küss ihn! Pierres Herz raste.

Einerseits ist der Charakter von Pierre ziemlich verkommen, anderseits aber auch nicht weniger anfällig für Änderungen, die er nach und nach durchlebt. Zu Beginn des Buches ist er ein kaltschnäuziger Schläger, der dennoch hochintelligent ist. So verschlägt es ihn als Hochbegabten an eine Privatschule, an der er Freunde findet, aber eben auch Feinde. Hinzu kommt, dass Pierre de facto alleine ist. Seine alkoholkranke Mutter lässt ihn ziemlich fix allein und er geht mehr als ein mal in eine klare Abwehrhaltung. Ich hab in einigen Kritiken gelesen, dass seine Intelligenz weniger durchscheint als angedeutet. Man muss immer bedenken, dass Schulen bzgl. des IQ sich auf die normalen Fachgeschichten verlassen, die Alltagsintelligenz kann daran nicht gemessen werden. Die ist wiederrum sehr individuell und hat viel mit logischen Menschenverstand und mit persönlicher Einstellung zu tun.

Boris ist ein junger Mann, der nach außen hin immer eine starre Maske trägt. Er wurde viel unter Druck gesetzt, einerseits seitens der Brüder, die den Erwartungen des Vaters nicht gerecht werden konnten und andererseits seitens des Vaters, der unbedingt einen erfolgreichen Sportler in der Familie haben will. Dadurch kommt es, dass der Vater seinen Kindern den Umgang mit der todkranken Mutter verbietet, worunter besonders Boris als Jüngster sehr leidet. Er setzt sich sogar über das Verbot hinweg und besucht seine Mutter im Krankenhaus und ist nebenbei dazu aufgefordert durch Nachhilfe bei Pierre seinen schlechten Noten entgegen zu wirken.

Alles in allem sind die Charaktere nicht mal annährend so eindimensional, wie von einigen Kritikern beschrieben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Geschichte um Pierre und Boris zu lesen und mich würde wirklich interessieren, wie das ganze nach z.B. einem oder fünf Jahren zwischen den beiden ausgesehen hätte. Generell liegen viele Steine im Weg und dennoch ist es ein Vergnügen zuzuschauen, wie besonders Pierre seinen inneren Schweinehund überwindet. Wenn man sich das Amazon Sternebewertungssystem zu Gemüte führt, wäre ich bei „No Way“ mit 3-4 Sternen dabei.

Seine Narben (März 2016)

Wunden, die nicht heilen. Einfach alles an Matt ist falsch. Er hat kein Geld, keine Manieren und keinen Respekt vor Stan. Stan, dem ungekrönten König des Internats Schloss Hoheneck. Stan, dem reichen Adelsspross: Beliebt, gutaussehend und, wenn er je ehrlich zu sich wäre, verdammt einsam. Aber das ist er aus Prinzip nicht. Warum wird ausgerechnet Matt sein Mitbewohner? Stan muss ihn loswerden. Wenn nötig, dann mit miesen Tricks und einem hinterhältigen Plan. Einem Plan, der beinhaltet, dass er Matt verführt? Sollte kein Problem sein, schließlich ist Stan ein berüchtigter Playboy. Kann es mit einem Jungen so anders sein als mit einem Mädchen? Ja. Kann es. Eine Katastrophe folgt auf die nächste und schließlich fragt sich Stan, wer hier eigentlich wen verführt…

Matt ist in dieser Geschichte quasi der Außenseiter. Der Neuling, der auf einem respektablen privaten Internat, dem Schloss Hoheneck, eintrifft, da er dort ein Stipendium erhalten hat. Dieses Stependium hat vor allem mit seiner Vergangenheit und dem vielen Zuspruch von Seiten des Klerus zu tun, die er seinem Onkel verdankt. Er ist überwiegend in sich gekehrt und versucht, sich von anderen fern zu halten, lässt sich aber besonders von Stan nichts gefallen. Hin zu kommt das ziemlich fix rauskommt, dass Matt schwul ist.

Stan ist der Sohn eines berüchtigten Playboys der Adelsfamilie, mit einem hochtrabenden Namen versehen und ausreichend Arroganz versucht er sich den notwendigen Respekt zu verschaffen, den er auch bekommt, solange er die entsprechenden Statussymbole vorweisen kann. Er ist bereits sehr lang im Schloss Hoheneck und alles lief perfekt bis zu seinem letzten Schuljahr. In diesem wird Matt sein neuer Zimmernachbar und Matt ist ein überaus abschreckender und ungehobelter Mensch in seinen Augen. So kann Stan auch gar nicht verstehen, warum plötzlich alle Mädchen im Schloss sich auf Matt stürzen wollen. Auch wenn er es zunehmend verneinen würde und versucht abzublocken, fasziniert ihn Matt doch immerzu und er selbst sieht es als Letzter.

In Seine Narben trifft ein verwaister Junge, der alles für seine noch übrige Familie tun würde, auf den reichen Spross einer Adelsfamilie. Alles im Rahmen einer Internatslandschaft. Matt ist der bodenständige Mensch, den Stan braucht und Stan ist wiederrum der extrovertierte Mensch, den Matt braucht. Eine bessere Konstellation konnte sich die Autorin nicht mehr ausdenken.

Die Charaktere sind sehr gut aufgebaut worden und auch ihre Wandlung ist gewohnt gut dargestellt durch die Autorin, von daher absolut empfehlenswert. Gegenüber dem Vorläufer No Way hat die Autorin es geschafft, mehr Tiefe und mehr Hintergrund erkennbar zu machen. Der Charakter von Stan wird stark beleuchtet und kommt hervorragend raus und seine Wandlung ist auch die stärkste. Sein Unwillen und seine Erkenntnisse sind wirklich amüsant und interessant zu verfolgen. Von daher bisher eines der stärksten Werke im Gay Romance Bereich, die ich bisher gelesen habe. Hier wär ich mit 4 bis 5 Sterne gut dabei.

Ehebrecher (Juli 2016)

Liebe passt nicht in seine Pläne. Seit seine Adoptivmutter starb, ist es Gabriels einziger Lebensinhalt, ihr Vermögen zusammenzuhalten. Bis Vin in sein Leben tritt. Der ist der Bruder der Betrügerin, die Gabriels Bruder heiraten will: tätowiert, muskulös, gefährlich … und unglaublich heiß. Außerdem haben sie ein gemeinsames Ziel, also steht einer Zusammenarbeit nichts im Wege oder? Vin muss verhindern, dass seine Schwester nur des Geldes wegen einen windigen Volksmusik-Moderator heiratet. Selbst, wenn dessen Bruder aussieht wie ein Superschurke und Vin schon immer eine Schwäche für Superschurken hatte. Aber vielleicht kann Gabriel ihm helfen, die Ehe zu verhindern? Und vielleicht können sie eine harmlose, kleine Affäre miteinander haben? Doch wenn Gabriel und Vin beteiligt sind, bleibt nichts harmlos oder klein. Und schon bald sind sie gefangen in einem Wirbelsturm aus Intrigen, Mordanschlägen und der größten Gefahr von allen: der Liebe.

Ehebrecher gehört wirklich zu den unterhaltsamsten Büchern, die Regina Mars geschrieben hat. Da gibt es einerseits Gabriel, das adoptierte Kind einer Volksmusikkönigin und Manager seines Bruders Sebastian. Gleichzeitig versucht er, seinen Bruder vor jeglichem Schaden zu bewahren und da greift Gabriel auch gern auf nicht so ganz saubere Tricks zurück. Als dann Selina in Sebastians Leben tritt, ahnt Gabriel, dass es sich hier nicht um wahre Liebe handelt, sondern eher Geld das Motiv der schnellen Verlobung ist, die der gutgläubige Sebastian auch noch selbst anleiert.

Bei einem gemeinsamen Essen lernt Sebastian seine zukünftigen Schwiegereltern kennen, aber vor allem lernt Gabriel, den großen Bruder der baldigen Braut kenne und Vin ist alles und nichts für ihn.

Vin ist ein sehr bodenständiger Mensch. Er gibt sich alle Mühe, sich, seine Schwester und seine Großmutter heil durchzubringen und arbeitet als Krankenpfleger im Krankenhaus. Er wirkt eher grobschlächtig, hat dennoch eine gute Seele, was man schon daran merkt, dass er dem Plan seiner Schwester, wegen Geld zu heiraten, nichts abgewinnen kann und so zu Gabriels größtem Verbündeten wird.

Vielleicht hat Vin den Schlüssel, der benötigt wird, um das erkaltete Herz von Gabriel auftauen zu lassen. Sie sehen im jeweils anderen das, was sie sich wünschen. Für Vin ist Gabriel der gutaussehende Bösewicht, den er sich immer gewünscht hat und Gabriel findet in Vin jemanden, der sich nicht alles von ihm bieten lässt, sich aber dennoch nahtlos in sein Leben einfügt, als wäre er nie woanders gewesen.

Funkenflut (Juli 2016)

Windumtoste Klippen, an denen sich mächtige Wellen brechen. Tiefschwarze Nacht. Hoch auf den Felsen thront das Internat Burg Rabenstein. Welches Geheimnis verbirgt das dunkle Gemäuer? Chris würde es gern herausfinden. Aber kann ein verpeilter Chaot wie er das überhaupt? Er schafft es ja nicht mal, Julien aus dem Weg zu gehen, der zwar ein humorloser Streber ist, aber leider auch verdammt attraktiv…

Der erste Krimi, den Regina Mars im Bereich von Gay Romance veröffentlicht und gleich noch einer mit leicht inzestuösen Tendenzen. Allerdings wirklich nur leicht. Die beiden Protagonisten sind Cousins und gleichzeitig leben ihre Väter durch sie ihren Rivalitätskampf weiter aus.

Fangen wir mit Gabriel an. Gabriel ist ein sehr erfolgreicher Schüler auf Burg Rabenstein, er ist Schulsprecher und bringt nur Spitzennoten nach Hause. Seit er klein ist, behandelt er seinen Cousin schlecht, ohne es wirklich zu wollen. Sein Vater stachelt ihn auf, dass Chris ein schlechter Umgang für ihn sei. Durch die unmittelbare Nähe, die er zu Chris aufbaut, da er mit ihm ein Zimmer auf der Burg teilt, fallen die Vorurteile schnell wie ein Kartenhaus zusammen.

Der Großteil der Geschichte wird aus der Sicht von Chris erzählt. Er wird von seinem Vater im Bett mit einem anderen Jungen erwischt und anschließend von diesem nach Burg Rabenstein verfrachtet, wo er unter der Knute seines Cousins wieder auf den rechten Weg gerückt werden soll, speziell in Hinblick auf seine Noten. Auch er wird immer wieder auf Dinge aufmerksam, die ihn arg an dem Bild, welches er sich von seinem Cousin gemacht hat, zweifeln lassen. Aber hauptsächlich beschäftigt sich Chris mit seinem „Vorgänger“, dem verstorbenen Schüler Marius. Dieser scheint nicht so ganz sauber gewesen zu sein. Auch mit Benni, einem Mitschüler, dem Chris vor den Anfeindungen anderer Schüler beschützt, ist so nicht alles sauber. So gerät Chris zusehends in den Sumpf hinein, der besonders durch Marius auf Burg Rabenstein gefördert wurde – war der Tod seines Vorgängers tatsächlich ein Unfall oder doch nicht?

Sexy Versager (Okt. 2016)

Jung, schön, schlecht im Bett Ben, mürrisch, hochintelligent, Jahrgangsbester seines Chemiestudiums, ist ein Versager. Marek, sein gutaussehender Konkurrent, auch. Außerdem können sie sich nicht leiden, was weniger an ihnen selbst liegt als an ihrer schwierigen Vergangenheit. Allerdings haben sie, abgesehen von ihrem Callcenter-Job, noch ein gemeinsames Problem: Sie sind schlecht im Bett. Können sie sich gegenseitig helfen? Kann aus Abneigung Liebe werden? Oder ist alles, was Ben und Marek anfassen, zum Scheitern verurteilt?

Ben ist mürrisch und offen schwul, er sieht nicht schlecht aus, was dazu führt, dass er durchaus jemanden abschleppen kann, aber nur als passiver Part, denn er kriegt einfach keinen hoch bei den Typen. Wenn er dagegen allein ist, klappt alles bestens. Durch sein Problem und da er generell eher der Einzelgängertyp ist, schottet er sich zusehends von seinen Kommilitonen ab und wird daher auch von diesen zwar als guter Student, aber eher schlechter Partner wahrgenommen.

Marek ist ein gutaussehender, extrovertierter Mensch, aber auch er hat ein Problem im Schlafzimmer, er kommt immer zu schnell. Noch dazu leidet Marek darunter, dass seine Eltern nie auch nur ein gutes Haar an ihm lassen. Durch einige Verwicklungen kommt es, dass die beiden gegensätzlichen Persönlichkeiten von Ben und Marek sich zusammentun, um ihre Probleme zu beseitigen.

Eigentlich eine sehr simple Geschichte, aber durch den Part der sexuellen Unzulänglichkeiten wird zwischen den beiden eine Nähe geschaffen, derer sich keiner von beiden entziehen kann, auch wenn sie es probieren.

Sonnengeküsst (Okt. 2016)

Unfreiwillig unter einem Dach Eine goldige Frohnatur wie Sunny hat keine Feinde. Eigentlich. Na ja, vielleicht gibt es jemanden, den er ein ganz klein wenig blöd findet: Luca, den Kapitän der Fußballmannschaft, dessen einziges Hobby Brüllen zu sein scheint. Dass Luca Sunny für einen erbärmlichen Waschlappen hält, macht die Sache nicht besser. Sie sind viel zu verschieden, um je Freunde zu werden. Leider werden sie Stiefbrüder. Und Sunny findet heraus, dass sie mehr gemeinsam haben, als er dachte. Sehr viel mehr. Ist ihre Patchworkfamilie vielleicht doch ein Glücksfall? Ist sein nerviger Stiefbruder netter als es scheint? Mag sein, aber Sunny wird sich ganz bestimmt nicht in ihn verlieben. Nie. Auf gar keinen Fall.

Bei Sonnengeküsst hat man wirklich ein süßes Teenagerdrama aus Sichtweise von Sunny. Er selbst ist schwul, allerdings nicht so offen damit wie er vielleicht sollte und total verliebt in Alexander. Alex ist ein ziemliches Miststück, benutzt Sunny um Mädels anzuziehen und schleppt sie dann ab. Sunny hält er so halbwegs bei Laune, damit dieser sich weiter Hoffnungen macht.

Durch einen Zufall stolpert Sunny auf dem Weg nach Hause nach einer Party über den im Schnee liegenden Luca, dem Kapitän der Fußballmannschaft, der seinen Rausch ausschläft. Aus Mitleid nimmt Sunny ihn mit und damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Durch diese Begebenheit lernen die Mutter von Sunny und der Vater von Luca sich kennen, verlieben sich und die beiden werden schneller als man gucken kann Stiefbrüder. Durch die ungewollte Nähe lernen die beiden sich besser kennen und es entwickelt sich eine Liebe, durch die Sunny seinen Blick auf Alex verliert und sieht, was für ein Mistkerl dieser eigentlich ist. Das Ganze gipfelt in einem starken Konflikt während des finalen Fußballspiels, bei dem auch Sunny zeigt, dass er nicht das zarte Pflänzchen ist, für das ihn alle halten.

Zu Ihm (Dezember 2016)

Noel muss Victor sehen. Sofort. Victor, seinen größten Rivalen im Fußballteam und bei den Frauen. Victor, den arroganten Eisklotz. Da ist eine Sache, die Noel nicht ungeklärt lassen darf, egal, was sich ihm in den Weg stellt. Leider ist das eine ganze Menge. Unterwegs zu seinem Konkurrenten scheint sich die halbe Welt gegen Noel zu verschwören … aber ist Victor wirklich sein Konkurrent? Oder verbergen sie durch ihre Feindseligkeit Gefühle, die sich keiner von beiden eingestehen will?

Auf dem Weg zu Victor erzählt dieser seiner besten Freundin auf Umwegen die atemberaubende Geschichte, wie Noel und Victor sich kennenlernen und erst hassen, bevor sie anfangen, sich zu lieben, an sich eine schöne Geschichte mit sehr lustigen Elementen auf dieser Pilgerfahrt.

Man kann eigentlich nicht so viel darüber schreiben. Es macht wirklich Spaß die Pilgerfahrt von Noel und seiner besten Freundin zu verfolgen und die Geschichte von Victor und Noel in Backflashs mitzuerleben. Zusammen ergeben Sie dann das Gesamtbild was zu einem guten und soliden Ende führt, was eigentlich kein Ende sondern ein Anfang ist.

Wie gewohnt ein sehr angenehmes Lesevergnügen, was auch gern öfter gelesen wird.

Plötzlich Prinzgemahl (Dezember 2016)

Ein Dieb, ein Prinz, ein Chaos Der Plan ist einfach: Nat wird in den Palast eindringen, ein bisschen Gold stehlen und wieder verschwinden. Wenn er dafür Frauenkleider anziehen muss – na gut, damit kann er leben. Aber warum macht Solan, der arrogante Thronfolger, ihm plötzlich schöne Augen? Eine Blitzhochzeit später hat Nat mehr Ärger am Hals als je zuvor in seinem Leben. Können der Meister der halbdurchdachten Pläne und der hübscheste Mann der Welt zusammenarbeiten? Können sie sich sogar ineinander verlieben? Und ganz nebenbei gegen die tödlichen Intrigen bei Hofe, fliegende Monster und ihre eigene Sturheit kämpfen? Ihre Chancen sind hundsmiserabel. Aber Nat und Solan sind nicht halb so unfähig, wie sie scheinen …

Die erste Fantasygeschichte von Regina Mars.

Die Ausgangsbasis ist ein Königreich, in dem ein alter König sich immer wieder eine neue Frau nimmt und auch Kinder zeugt. Die jeweils amtierenden Königinnen versuchen, die Kinder ihrer Vorgänger loszuwerden, um so ihre Kinder auf den Thron zu katapultieren. Nur bei Solan, dem vertrottelten Prinzen, scheint nichts bisher funktioniert zu haben und so ist er nun im heiratsfähigen Alter.

Nat ist ein kleiner Dieb, der zusammen mit seiner Schwester den Raubzug schlechthin plant und im Palast einiges mitgehen lassen will. Um das zu bewerkstelligen, müssen die beiden sich jedoch verkleiden und so kommt es unfreiwillig dazu, dass Nat und der Prinz plötzlich vermählt werden. Solan sieht es als Kalkül und weniger als Liebestat und Nat wird einfach total überrumpelt. Im Schlafzimmer kommt es dann zum Eklat.

Aufgetaut (Jan. 2017)

Als Henrik in das malerische Dorf Ebernau kommt, trägt er nicht nur einen Rucksack voll Geld mit sich, sondern auch ein bitteres Geheimnis. Seit einem Jahr empfindet er nichts mehr. Seine Gefühle sind vereist. Bis er Nils trifft. Der rüttelt etwas in ihm wach, das er längst verloren glaubte. Leider hasst Nils Henrik und weigert sich obendrein, sein Skilehrer zu werden. Kann Henrik ihn umstimmen? Kann er sich zurück ins Leben kämpfen und vielleicht sogar … Nils‘ Liebe gewinnen?

Fangen wir mit Nils an. Nils ist der uneheliche Sohn eines wohlhabenden Mannes. Leider weiß er nicht, wer sein Vater ist und es interessiert ihn auch nicht, nur das seine Mutter immer so wenig Geld hatte, um ihn und seine Geschwister durchzubringen, dass ärgert ihn maßlos und das schürt seinen Hass auf die Leute von oben. Damit sind die Leute gemeint, die es sich leisten konnten, nah am Hang eines der teuren Ferienhäuser zu mieten. Seine Schulkameraden, sogar sein eigener Bruder geht gern auf die Partys der wohlhabenderen Leute und eines Abends wird er auf eine der Partys gerufen, um den Skilehrer für einen verwöhnten Snob zu mimen. Aber ohne ihn… so denkt er jedenfalls.

Henrik muss ein ganz anderes Päckchen tragen, es geht ihm finanziell gut, jedoch lief er ein gutes Jahr lang auf Autopilot und hat sich einiges erlaubt. Der Aufenthalt in Ebernau sollte ihn seiner Familie wieder näher bringen und ihm den Kopf zurecht rücken. Es ist ein wenig wie das Märchen der Schneekönigin, deren Herz zu Eis erstarrt ist. So empfindet auch Henrik nichts mehr. Erst seit Nils in sein Leben getreten ist, hat sich das geändert und das ist es, was er verfolgen möchte.

Regina Mars neigt dazu, hin und wieder mal gequälte Charaktere zu schaffen. Menschen, die mehr als nur ein einfaches Päckchen zu tragen haben im Leben. In Henrik haben wir einen Charakter mit einer besonders schweren Last aus der Vergangenheit, der große Lichtblick für ihn wird durch Nils dargestellt und das auch sehr interessant und überzeugt.

Lautstark verliebt (Feb. 2017)

Teil 1 Als Kors geliebte Gitarre repariert werden muss, wagt er sich endlich wieder in die Stadt. Sofort begegnet ihm Ärger. Ärger in Form von Charles, dem tätowierten Gitarrengott, der Kors Herzschlag in ein Drumsolo verwandelt. Leider steht Charles nicht auf Männer. Nun, zumindest behauptet er das. Und was für einen Grund hätte er, zu lügen? Trotzdem schafft Kor es nicht, sich von ihm fernzuhalten. Wenn es eine Chance gibt, dass Charles seine Gefühle erwidert, nur eine winzig kleine Chance … dann muss er seine Schüchternheit überwinden und kämpfen. Teil 2 Nathan, Charles‘ bester Freund, Zyniker und Bassist, nimmt alles mit ins Bett, was er kriegen kann. Seine einzige Regel: Mit jedem nur einmal. Dann trifft er auf Jan. Nach einer heißen Nacht auf dem Friedhof will er ihn eigentlich vergessen. Doch er hat nicht mit der Hartnäckigkeit des Drummers gerechnet. Und noch weniger mit seinem eigenen verräterischen Herzen.

Lautstark Verliebt ist ein zweiteiliger Band mit jeweils einer Geschichte im gleichen Bekanntenkreis. Als erstes geht es um Kor, dem schüchternen kleinen Jungen aus gutem Haus, der stetig von seinen Eltern unterdrückt und von seiner Schwester bevormundet wird. Nur die Gitarre, die liebt er wie nichts anderes. Als eine kleine Reparatur ansteht begegnet er Charles. Er arbeitet in dem Geschäft und wird mit der Reparatur betraut. Wir erleben im Zuge der Handlung wie Kor immer mehr auftaut, sich mehr traut und alle mit seinem Können auf der Gitarre verzaubert und umgedreht kann man im Laufe der Handlung hinter Charles extrovertierte Fassade blicken. Mit dieser versucht er über seine Ängste hinwegzutäuschen, da er ja doch nur jemanden sucht der ihn nimmt wie er ist. Beide gehen einen Weg mit so mancher Hürde und mehr als einmal hab ich mir gedacht, OMG, kriegt bitte endlich den Arsch hoch. Dennoch verläuft die Geschichte recht glimpflich. Anders ist es da im zweiten Teil. Nathan ist Charles bester Freund und wie oben bereits erwähnt, ist er ne ziemliche Schlampe und geht mit jedem nur einmal ins Bett. Dennoch hat eine Nacht auf dem Friedhof mit einem bis dato Unbekannten doch ziemliche Risse in seine dicke Schutzmauer gerissen.

Jan hasst seinen Vater. Bei einem unfreundlichen Besuch beim Grab seines Vaters in der Nacht begegnet er Nathan und die beiden haben heißen Sex. Durch einen dummen Zufall begegnen sie sich wieder und landen in einer Band mit Charles und Kor. Es braucht einige Zeit und viel Anstrengung besonders von Jan, damit Nathan Farbe bekennt, dennoch endet auch diese Geschichte mit einem schönen Happy End.

 

Generell hat Regina Mars für mich endlich wieder das Happy End aufleben lassen. Etwas, das ich bei schwulen Büchern oftmals vermisst habe. Es gibt einiges, was ich gelesen hab, was mit Selbstmord usw. endet und dann kommt Frau Mars und bringt mir endlich das, wonach ich mich selbst auch sehne. Von daher bravo und immer weiter so, ich werde nicht aufhören, die Bücher zu lesen.

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