Film: Logan – The Wolverine (2017)

Veröffentlicht: 3. März 2017 in Filme
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Der Mutant aller Mutanten, der Herr des Sarkasmuses und gleichzeitig der Beherrscher so mancher Comicgenerationen fällt. Logan stellt das Ende von Wolverine dar und soll damit der Darstellung von Hugh Jackman ebenso ein Ende setzen. Kein Wunder, irgendwann kommt auch der beste Schauspieler in die Jahre und kann bestimmte Rollen nicht mehr spielen. Hugh Jackman hat es geschafft, der Rolle des Wolverine 17 Jahre und ganze 8 Filme lang treu zu bleiben, aber wie es so schön heißt: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

In der Welt des Jahres 2029 sind Mutanten Geschichte, beinahe jedenfalls: Der gealterte Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist einer der wenigen verbleibenden Menschen mit außergewöhnlichen Kräften und verbringt seine Tage an einem verlassenen Flecken Erde nahe der Grenze zu Mexiko, wo er sein Geld als Fahrer verdient und ihm nur zwei weitere Mutanten Gesellschaft leisten: Caliban (Stephen Merchant) und Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart), dessen einst so brillanter und mächtiger Verstand von regelmäßigen Anfällen heimgesucht wird. Doch Logans selbstauferlegtes Exil endet eines Tages abrupt, als eine mysteriöse Frau ihn darum bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern und diese in Sicherheit zu bringen. Bald schon muss sich der krallenbewehrte Krieger mit dunklen Mächten und einem Bösewicht aus seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, um Laura zu beschützen…

Logan musste viel durchmachen in seinem Leben, zuletzt musste er mitansehen, wie alle seine Freunde starben. Er ist wie immer sehr sarkastisch und wie ein in die Ecke gedrängtes Tier und dennoch bleibt er ein Beschützer. Das wird immer wieder deutlich. Wir können alle nicht aus unserer Haut und in Wolverines Fall heißt das: Auch wenn es ihn umbringt, kann er nicht aus seiner Haut.

Seine Fähigkeiten sind sehr ermüdet. Er hat kaum noch Selbstheilungskräfte, was man auch an seinem Alterungsprozess sehen kann und er ist krank. Er selbst vermutet das Adamantium hinter der Krankheit, aber alles in allem wartet Logan nur noch auf den Tod und unterstützt dabei seinen Freund Charles, der selbst dem geistigen Verfall unterliegt und so sogar seine Schützlinge wohl ausgelöscht hat (so wird es angedeutet). Zur Geschichte möchte ich ein oder zwei Sachen loswerden.

  1. Die Geschichte ist wirklich gut gestrickt und hat ein Ende, welches seinem Charakter würdig ist. Wolverines Zeit geht in einer Art zu Ende wie sein ganzes Leben war, sehr actionreich.
  2. Meine erste Frage war: Wie kann es sein , dass Logan, der zu seinem Tod stolze 184 Jahre alt war, einem so plötzlichen Verfall unterlag? Ich denke, die Lösung findet sich im zweiten Teil der Einzelabenteuer von Wolverine. Bei diesem wurde ihm durch den japanischen Silver Samurai einen großen Teil seiner Kräfte entzogen, um sich selbst zu verjüngen und diese dann zu übernehmen.

Neben Logan selbst muss man aber auch noch im Auge behalten, dass der Film auch noch das Ende eines zweiten großen Charakters aus dem X-Men Universum darstellt. Professor X stirbt. -> Spoiler!

Zum Inhalt kann ich nur sagen, er ist gelungen. Eine Kombination aus Roadmovie, Actionfilm und Drama. Dennoch kann man deutliche Unterschiede zu sonstigen Auftritten von Wolverine sehen. Der Film ist z.B. viel brutaler und er ist deutlich skrupelloser. Ich werte den Inhalt des Films in seiner Gesamtheit mit 9 von 10 möglichen Punkten. Er war gut aufgezogen, aber zeitlich irgendwie falsch getimed. Allerdings was soll man machen, wenn ein Schauspieler nicht mehr möchte.

Die Effekte waren angemessen, wenn ich auch etwas komisch geschaut hab, als Logan plötzlich gegen sich selbst gekämpft hat. Ich würd die Effekte mit 7 von 10 möglichen Punkten bewerten. Wesentlich wichtiger ist die darstellerische Leistung und da haben wir einfach zwei richtig starke Leistungen. Patrick Stewart hat selten so eine hervorragende Leistung abgeliefert wie in diesem Film, für mich entsprach sie qualitativ der Leistung seines Leinwandpartners und Freundes Ian Mckellen in seiner Darstellung des gealterten Sherlock Holmes im Film Mr. Holmes aus dem Jahre 2015. Diese Darstellung des Verfalls, besonders des geistigen Verfalls, und die Einschränkungen, die damit einhergehen, sind selten so beeindruckend rübergebracht worden wie in diesen beiden Rollen. Die zweite starke Darstellung kam vom Hauptdarsteller Hugh Jackman höchstselbst. Er hat auf beeindruckende Weise gezeigt, wie das Alter wirklich jeden einholen würde, so auch ihn und wie er damit umgeht und sich trotzdem noch auf ein letztes Abenteuer einlässt. Das wurde sehr schön von Hugh Jackman rübergebracht. Allein wegen diesen beiden Männern, die quasi auch den überwiegenden Teil der Haupthandlung bestimmen, bin ich bei 10 von 10 möglichen Punkten.

Im Gesamten fand ich Logan sehr gut. Er war unterhaltsam und doch um einiges blutiger als es die anderen X-Men Filme waren. Mit einer Gesamtwertung von 8,67 von 10 möglichen Punkten kann der Film auch bei mir wunderbar überzeugen.

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