Film: The Great Wall (2017)

Veröffentlicht: 18. Januar 2017 in Filme

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Die chinesische Mauer ist eines der 7 Weltwunder und die mit Abstand aufwendigste Grenzbefestigung in der Weltgeschichte. Mit fast 21.200 km Länge und einer Bauzeit von ca. 1.700 Jahren, beginnend ca. 722 v. Chr. dürfte sie wohl das umfangreichste bzw. längste Bauprojekt der Welt sein. Es ranken sich viele Mythen rund um die Große Mauer, erbaut wurde sie um eine frühzeitige Wehranlage gegen die nomadischen Reitervölker und umherziehende Räuber zu haben. Natürlich gibt es auch Legenden, das es sich um eine Wehranlage gegen allerlei mythische Monster handelt und genau um solch eine Geschichte geht es im Film „The Great Wall“. Mein erster Film für das Jahr 2017 war somit kein reiner Actionfilm sondern mehr oder weniger ein sehr farbenfroher Eastern bzw. eine Kooperation zwischen den USA und der Volksrepublik China. Die Kombination von USA und China dürfte die beiden ziemlich großen Märkte ansprechen und sowohl dem Abenteuer- und Actionliebhabern der USA als auch dem ästhetischen Bewusstsein der Chinesen gefallen.

The Great Wall spielt in der Epoche der Song Dynastie, d. h. zwischen 960 und 1279 n. Chr., zu dieser Zeit macht sich der Europäer William Garin zusammen mit einigen anderen Männern auf den Weg nach China, um das ominöse Schwarzpulver in die Hände zu bekommen, von dem sie schon so viel gehört haben. Eines Nachts werden drei ihrer Männer von einer Bestie getötet, die jedoch von William und seinem mehr oder weniger treuen Freund Pero erlegt werden konnte. Mit einem abgetrennten Arm als Beweis reisen sie weiter zur Mauer. Dort angelangt werden sie festgesetzt und zu ihrer Beute und ihrem Anliegen befragt. William wird im Laufe der kommenden Stunden vor eine Gewissensfrage gestellt und muss wissen, ob er lieber ein Dieb sein und ein unbedeutendes Leben führen oder doch lieber für etwas Kämpfen möchte, woran er glaubt.

Die Geschichte ist recht simpel und einfach gehalten und man versucht auch nicht sie künstlich komplizierter zu gestalten als notwendig ist. Sie ist sinnvoll gehalten. Mich persönlich stört lediglich, dass die bunten Kostüme und auch einige Handlungen die Ernsthaftigkeit der Geschichte stören. Es handelt sich zwar nicht um eine Komödie und es gibt auch ausreichend Spannung, aber der Ernst blieb irgendwann einfach auf der Strecke. Generell vergebe ich trotzdem für die Geschichte 7,5 von 10 möglichen Punkten.

Die Darstellung, in diesem Fall speziell die Leistung von Matt Damon, Pedro Pascal und Willem Dafoe auf der einen Seite und den chinesischen Darstellern auf der anderen Seite war durchweg positiv. Man möge mir verzeihen, dass ich keinen der chinesischen Namen kenne. Dennoch möchte ich sagen, dass es vom schauspielerischen Faktor her keinen Störpunkt für mich gab, daher vergebe ich an der Stelle 8 von 10 möglichen Punkten.

Die Effekte sind gut getroffen, nicht überragend, aber gut eingesetzt. Die Slowmotions sind super eingesetzt und wirkungsvoll, nicht übertrieben. Die Monster sind super umgesetzt, die Bewegungsabläufe sehen flüssig aus und man hat den Eindruck, ein tatsächliches und dann auch noch recht skurriles Wesen zu sehen. Alles in allem find ich die Effekte überaus gelungen und bin da gern bereit eine 8,5 von 10 zu geben.

Insgesamt kann der Film „The Great Wall“ durchaus mit einer soliden Leistung aufwarten, was sich aktuell auch an den Kinokassen wiederspiegelt. Bei Produktionskosten von knapp 150 Millionen Dollar, konnte der Film in den ersten 10 Tagen bereits 120 Millionen Dollar wieder einspielen, dabei lief der Film in den USA noch gar nicht an. Es handelt sich dennoch nicht um einen Film, der eine Fortsetzung verspricht und ich hoffe auch, dass man dabei bleibt. Leider ein sehr übler Hollywoodtrend, dem wir auch in diesem Jahr nicht entkommen können.

 

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