Film: X-Men – Zukunft ist Vergangenheit (2014)

Veröffentlicht: 28. Mai 2014 in Filme
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Zukunft ist Vergangenheit ist einer der wenigen Filme, die keiner geraden Zeitlinie zuzuordnen sind. Man kann nicht klar sagen, ob es sich um ein Prequel oder um ein Sequel zu der ursprünglichen X-Men Filmtrilogie handelt. Solche Details machen den weniger schön klingenden Filmtitel durchaus wieder wett. Von daher schon einmal vorweg, der Film lohnt sich definitiv. Die Geschichte ist interessant, gut erzählt und durch herausragende Schauspieler untermalt.

In der Geschichte starten wir in einer düsteren Zukunftsvision um 2023. Die X-Men kämpfen um das nackte Überleben, die Menschheit hat sich gegen die Mutanten gewandt und noch mehr als das. Sogar gegen die Menschen wird vorgegangen, bei denen theoretisch die Möglichkeit einer Mutation bestünde. Es kommt zu einem riesigen Gemetzel und wer nicht getötet wurde, wird in große, an Konzentrationslager erinnernde Einrichtungen eingesperrt. Die wenigen X-Men, die noch in Freiheit sind, denken sich in ihrer Verzweiflung einen Plan zur Rettung der Welt aus. Sie wollen den Geist bzw. das Bewusstsein eines der ihren 50 Jahre in die Vergangenheit schicken, um so ein bestimmtes Ereignis zu verhindern, welches das Sentinel-Programm auf den Weg bringt. Sentinel sind Roboter, die diverse Eigenschaften vereinen, um so die Mutanten zu finden, zu töten oder gefangen zu nehmen. Eine große Gruppe von Mutanten rund um Professor X (Sir Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) finden sich zusammen.  Sie wollen Wolverine (Hugh Jackman) in die Vergangenheit schicken um so den schicksalhaften Verlauf zu ändern. Wolverine soll den jungen und angeschlagenen Professor Charles Xavier (James McAvoy) suchen und leiten, so dass dieser wieder den Mut findet ui sich zu stehen. Zusammen mit Hank McCoy und einem jungen Mutanten, der verdächtig an Quicksilver (Magnetos Sohn) erinnert, befreien sie Magneto alias Eric Lehnsherr(Michal Fassbender) um zusammen mit ihm Mystique aufzuhalten. Diese versucht, einen kleinwüchsigen Wissenschaftler und Unternehmer zu finden und zu töten, da dieser besonders viele Mutanten illegal gefangen und seziert hat, um hinter das Geheimnis der Mutationen zu kommen. Dieser Wissenschaftler, Bolivar Trask, betrachtet einen Krieg ähnlich wie Magneto als unausweichlich und die „Bedrohung durch die Mutanten“ als Anreiz, dass die Menschheit sich geschlossen gegen einen gemeinsamen Feind stellen.

Wie gewohnt ist an der Stelle Schluss mit der Beschreibung, nun geht’s zur Wertung.

Die Darstellung ist recht beeindruckend. Die ganze Riege, die man sich in diesem X-Men Franchise gesichert hat, ist absolut herausragend. Aus der alten Schauspielerriege hätte man wohl kaum passendere und eindrucksvollere Schauspieler als Sir Patrick Stewart und Ian McKellen finden können. Diese unglaublichen Darsteller schaffen es noch jeder Rolle, egal wie absurd oder merkwürdig sie erscheinen mag, den richtigen Schwung zu verleihen. Sei es nun als Captain Jean Luc Picard oder als Gandalf, sie machen ihren Weg. Abseits der X-Men Filme sind beide auch stark am Theater in London zu sehen. Besonders Stewart gab bekannt, sich verstärkt wieder auf das Theater zu konzentrieren. Aber die Rolle des älteren Professor Xavier verkörpert wohl kaum einer so gut wie er, auch sein jüngeres Äquivalent James McCavoy macht sich gut in den großen Fußstapfen seines filmischen, älteren Ichs. Genauso gut stellt sich der zwiegespaltene Charakter des Magneto dar, Ian McKellen und Michael Fassbender schaffen es auf genauso gute Art und Weise dieser komplexen charakteristischen und emotionalen Figur Leben einzuhauchen. Natürlich möchte man die Leistung von Schauspielern wie Hugh Jackman, Halle Berry, Jennifer Lawrence oder Shawn Ashmore nicht schlechtreden, aber es liegt halt doch noch etwas zwischen diesen Schauspielern und den beiden Altdarstellern, die zusammen fast 90 Jahre Schauspielerfahrung aufzuweisen haben. Die Darstellung hätte in meinen Augen so nicht getoppt werden können, deswegen glatte 10 von 10 möglichen Punkten.

Die Story war super gewählt, basierend auf einem der zahlreichen Comics von X-Men ist hier ein Film entstanden, der so nicht als gewöhnlich zu bezeichnen ist. Eine verquere Timeline, die quasi die Geschehnisse der ursprünglichen 3 Filme in Frage stellt, hätte sich so wahrscheinlich nicht jeder getraut und ist definitiv gelungen. Bildgewaltig und mit historischen Details gespickt kommt der Film wunderbar daher. Einen kleinen Abzug gibt es für einen kleinen nicht erklärten Punkt. Wolverine verlor im Laufe des letzten Films Wolverine – Weg des Kriegers seine Stahlkrallen, zum Ende sieht man, wie er auf dem Flughafen Charles und Eric begegnet und die Krallen eben aus Knochen und nicht aus Adamantium sind. Meine Vermutung wäre, dass Eric dafür gesorgt hat, aber mit Sicherheit kann man es nicht sagen, dafür 9 von 10 Punkten.

Die Special Effects haben mir schlicht und ergreifend gefallen, sie waren nicht zu heftig (wenn man das bei einem Film über Mutanten mit speziellen Fähigkeiten sagen kann) und auch das Einsetzen von 3D hat hier gepasst, daher 10 von 10 möglichen Punkten.

Das gibt für einen der herausragensten Fantasy/Sci-Fi Filme des Jahres 2014 eine Punktzahl von 9,7 Punkten.

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